Das Land wird wieder einmal vom Wahlkampf heimgesucht. Überall lassen sich Plakate der jeweiligen Parteien mit Kandidaten oder Versprechen „bestaunen“.

Plakate sollten dort hängen wo sie von Menschen gelesen werden. Ihre Aufschriften sind meist kurz und einprägsam. Zu jeder Wahl gibt es einen regelrechten Wettlauf, um die besten Laternenpfeiler.

Von den Stadtverwaltungen wurden klare Auflagen erteilt, welche JEDE Partei VOR dem Plakatieren erhalten hat.

So gibt es beispielsweise die Auflage der Mindesthöhe, das Verbot an Straßenschildern oder Bäumen zu plakatieren oder einfach nur eine maximale Anzahl an Plakaten.

Es zeigt sich, dass fast alle Parteien gegen die bekannten Auflagen verstoßen. Bei der Fülle an Verstößen kann leider nicht mehr von einem Versehen ausgegangen werden. Ein unschönes Stadtbild ist das Eine, den Straßenverkehr zu gefährden das Andere.

Für den Verstoß, gegen die von den städtischen Verwaltungen aufgestellten Auflagen, ist bei Abhängen der Plakate eine Kostenpauschale zusätzlich zu einer Verwaltungsgebühr, von den jeweiligen Parteien zu entrichten. Bei ca. 9000 Plakaten im Kreisgebiet dürften mindestens 10% falsch platziert worden sein.

In Anbetracht der knappen Haushaltslage der Städte, sollte es im Interesse dieser liegen, die Verstöße in vollem Umfang zu ahnden. So könnten die Parteien indirekt dazu beitragen, die Bildungs- und Kulturangebote der Städte zu erhalten. Es gibt genug Schulen, Schwimmbäder oder andere Einrichtungen im Kreisgebiet, die sich über jeden Euro freuen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Parteien ihre Versprechungen auf den Plakaten nicht so ignorieren wie die Auflagen der Städte.